Posts mit dem Label Gesellschaft werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Gesellschaft werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

18 Mai 2010

Rauchverbot


Wussten Sie schon, dass über 40% der Menschen in unserem Lande infolge des Lärms sterben? Obwohl der permanente Lärmpegel in den letzten Jahren stetig gestiegen ist, sind sich viele Menschen offenbar noch nicht bewusst, dass dies gesundheitsschädigend ist. So werden immer noch Wohnhäuser direkt an Autobahnen und Zuglinien gebaut und die Region um den Flughafen Zürich ist auch sehr stark überbaut worden, obwohl eigentlich die Lärmbelastung bekannt war. Natürlich sind die Landpreise an solchen Lärmquellen günstiger und man kann so billiger wohnen. Die daraus folgenden Gesundheitskosten sind, jedoch noch nie beziffert worden. Alleine der explosionsartige Anstieg von Hörgeräten, welcher die IV in den letzten Jahren zu verzeichnen hatte, lässt auf solche Gesundheitsschäden schliessen.
Wir werden heute überall von Lärm berieselt. Verkehrslärm, Musik im Aufzug, Musik im Telefonhörer, iPod, Grossraumbüro, Schiessstand, Sportplätze, Quartierfeste und vieles mehr, hinterlassen einen Geräuschpegel, welcher erst wahrgenommen wird, wenn einmal plötzlich Ruhe herrscht.

Seit dem Rauchverbot in den Restaurants ist nun eine neue Lärmquelle entstanden, laut und schwer zu ertragen. Als die Raucher von den Firmen auf die Strasse vertrieben wurden und sie dort verschämt wie Drögeler herumstanden, taten sie mir noch leid. Aber jetzt muss ich die lautstarken Wirtshausdiskussionen über mich ergehen lassen, denn sie finden jetzt auf der Strasse statt. Wann erfolgt das nächste Verbot? Im Freien geraucht werden darf nur, wer die Klappe hält!

06 Mai 2010

Von der Würde der Frauen


Eigentlich habe ich mit den radikalen Islamisten nichts am Hute. Auch kann ich kein Verständnis dafür aufbringen, wenn man Frauen hinter einem Tuch verbirgt und dass sie dem Mann nicht gleichwertig sein sollten. Doch die Argumente, welche die Burka -Gegner auftischen, und von der Würde der Frau sprechen, scheinen mir etwas deplatziert zu sein.
Oder ist das Benehmen von Paris Hilton, oder Madonna etwa würdig? Ist es würdig, wenn man so kurze Röcke trägt, dass jeder den Slip sehen kann, oder wenn etwas übergewichtige Damen mit Leggins herumlaufen?. Ist es würdig, den gepiersten Bauchnabel jedem entgegenzustrecken? Kann man von Würde sprechen, wenn die Werbung insbesondere, wenn sie sich an Frauen wendet, total verblödete Argumente auftischt. Am unwürdigsten benehmen sich unsere Richter und Versicherungen. Bei einer Scheidung, oder Witwenschaft wird der Wert der Dame auf dem Heiratsmarkt ermittelt. Je nach Marktwert erhält sie dann eine höhere oder tiefere Rente.

30 März 2010

Katholiken

Die Entrüstung um die pädophilen katholischen Priester ist dermassen laut, dass mir unweigerlich der Verdacht aufkommt, dass es hier um etwas ganz anderes geht. Nun können wir täglich Schauergeschichten hören, von denen jedoch nur Zahlen präsentiert werden, denn was ein sexueller Übergriff ist, bleibt unklar.
Das Verhältnis zwischen Lehrern und Schülern ist oft gespannt und wenn der Schüler dem Lehrer eins auswischen kann, ja nun, dann halt – just for fun.
Ich war während langer Zeit in einem Internat, nach gängiger Meinung, ein Hort der homosexuellen Kontakte. Ich habe jedoch keinen einzigen derartigen Fall erlebt, oder auch nur den Verdacht darüber gehört.
Meine Frau wurde in einer katholischen Schule erzogen und offenbar interessierten sich die Schwestern in der Beichte vor allem für die «schmutzigen» Gedanken. Aus heutiger Sicht scheint dies bereits in die Richtung der verklemmten Sexualmoral der katholischen Kirche zu gehen, doch es geschah zu einer Zeit, als Frau de Gaule alle Doppelbetten aus dem Elysée entfernen liess, um allfällige «schmutzigen» Tätigkeiten zu vermeiden. So muss es denn nicht verwundern, dass die meisten der heute der katholischen Kirche zur Last gelegten Vorwürfe aus sehr fernen Tagen stammen.

Die katholische Kirche ist eine grosse Organisation, welche den Menschen Hilfe leistet. Vieles in dieser Religion ist für mich als Protestanten, wenig verständlich, einiges scheint etwas verstaubt zu sein, doch vor allem verdient sie Respekt. Gerade die reisserische, undifferenzierte Hetze, welche nun veranstaltet wird, macht verständlich, dass sich die Hierarchie in der Vergangenheit nicht gleich an die Öffentlichkeit gewandt hatte, wenn ein Fall von Pädophilie gemeldet wurde. Wenn meine Tochter einen Blödsinn macht, dann wird sie von mir als Vater bestraft, ohne dass ich gleich auf den nächsten Polizeiposten renne.
Eine Straftat muss sanktioniert werden. Über diese Massnahmen gehen die Meinungen auseinander; Strafe kann nur sinnvoll sein, wenn sie zu einer Änderung des Verhaltens führt. Nach einem Vergehen sollte der Täter jedoch auch eine zweite Chance erhalten. Und das ist wieder im Sinne des christlichen Glaubens, die Vergebung.

28 Februar 2010

eBook


Wenn man der Presse glauben will, dann hat das Buch ausgedient. Man liest nun auf einem eBook. Jeder, der eine Bibliothek hat und umzieht, wird von einem eBook träumen. Der Inhalt der gelesenen Bücher wiegt unsäglich weniger, als all die Bücherkisten. Die Lektüre über ein eBook mag auch Sinn machen, wenn man sich auf das Angebot beschränken will, welche von unseren mainstream-Buchhandlungen und Buchklubs angeboten werden. Diese Bücher kann man am besten mit der «DEL» -Taste speichern. Ein eBook im Zug hervorzunehmen und so zu tun, als wenn man lesen würde, das ist mega cool und man gehört dadurch zum Club.
Ein kleines Detail macht mir jedoch Kopfzerbrechen: Bisher habe ich nur den Reader gesehen, was ist mit den Büchern? Wo finde ich die Bücher, welche mich interessieren, und welche in der Sprache geschrieben sind, welche ich spreche?

Ganz anders verhält es sich mit dem eBook für Noten. Das ist tatsächlich eine Be-reicherung. Auch da gilt, dass umfangreiche Kilo-schwere Notensammlungen in einem einzigen Gerät gespeichert sind und dass man zum umblättern ein Fusspedal hat und demnach beide Hände weiter zum spielen zur Verfügung stehen.

19 Januar 2010

Arbeit

Mein Ausstieg aus dem Arbeitsleben erfolgte durch eine fristlose Kündigung. Es war mir ein schwacher Trost, dass mein ehemaliger Arbeitgeber die meisten seiner Mitarbeiter auf diese Weise entlassen hat. Längst habe ich ihn in den Konkurs getrieben und er wurde mehrfach für sein Verhalten verurteilt. Die Verletzung bleibt.
Obwohl man heute mehr von einem Job, als von einer Arbeit spricht, kommt es unweigerlich, dass der Arbeitnehmer sich mit seiner Firma identifiziert, sich einsetzt und dass eine starke Beziehung zu seiner Firma entsteht. So sollte es auch sein und ein HRM, welche sich nicht nur auf die Personaladministration und die Kosten konzentriert, sollte auch alles tun, um eine Firmenkultur zu unterhalten und die Bindung des Mitarbeiters zu fördern. Sollte – die Realität ist weit davon entfernt.

Ich habe immer gerne gearbeitet und ich kann deshalb kaum verstehen, warum heute so viele Leute behaupten, Arbeit mache krank. Doch die Arbeitswelt scheint sich geändert zu haben, nicht zu letzt wegen dem – fast möchte ich sagen verantwortungslosen - Verhalten der Arbeitgeber. Der Mitarbeiter ist nicht mehr Träger von Know-how und Erbringer einer Leistung, er wurde reduziert auf einen Kostenfaktor, welchen man beliebig verändern kann. Natürlich gehört zum Kostenmanagement eine bessere Rentabilität – mit weniger mehr erreichen. Die Arbeit wird auf weniger Leute verteilt, welche mehr arbeiten. Am Schluss, wenn sie wegen der gestiegenen Sozialkosten und breiter Erfahrung unbequem, oder wie es heisst, zu wenig flexibel werden, ersetzt man sie durch junge Leute, ohne Verdankung und wie in meinem Falle, möglichst fristlos. The «return of investment» wird nicht auf sich warten lassen.

30 Dezember 2009

Anpassung


Wir leben in einer schnelllebigen Zeit in der es gilt, sich konstant neuen Situationen anpassen zu können. Flexibilität und Mobilität sind die Voraussetzungen im Über-lebenskampf in dieser neuen Welt. Die Anpassung an neue Situationen kann aber auch zu einer Anpassungsmentalität führen, mit Charakterlosigkeit und Identitätsverlust gleichzusetzen ist. So kann man heute feststellen, dass der Mut zur Andersartigkeit generell verloren geht, man muss mit dem Mainstream mitgehen, sonst gilt man als Aussenseiter, Reaktionär, oder wird in die Extremistenecke gestellt.
Stolz sein, auf etwas Erreichtes und dieses verteidigen zu wollen, heisst sich seiner Werte bewusst zu sein. Wer leichtfertig seine Identität aufs Spiel setzt und sich anpasst, ohne zu hinterfragen, ob das Ziel der Anpassung auch anpassungswürdig ist, verkommt zur charakterlosen Windfahne.

Wir erleben das täglich in den politischen Diskussionen: Die Euro-Turbos, welche sich unbedingt der EU anschliessen wollen, weil sie nicht abseits stehen möchten, weil sie grundsätzlich immer dort mitmachen wollen, wo die grosse Masse hingeht. Offensichtlich stört sie die demokratischen Defizite dieser grossen Organisation nicht und sie haben schon längst vergessen, oder gar nicht gemerkt, dass die eigene Identität weit fortgeschrittener und demokratischer ist. Seine eigenen Qualitäten nicht wahrnehmen heisst, seine Identität verleugnen. Wer meint, ohne Geschichte auskommen zu können, verliert seine Identität und seine Wurzeln. Wer die Licht- und Schattenseiten seiner Identität kennt, ist auch bereit, für gewisse Werte einzustehen und sie nicht leichtfertig preiszugeben.
Gerade heute wo die Schweiz unter grossem internationalen Druck steht, müssten die Leute, welche allen fremden Einflüssen nachgeben wollen, sich fragen, was die eigentliche Motivation dieser Druckversuche sind, bevor sie die Resistenten in die braune Ecke stellen wollen.
Eine besondere Rolle in dieser Diskussion spielt die Wirtschaft. Diese hat gelernt, nur mit Anpassungsfähigkeit überleben zu können. In der heutigen globalisierten Welt, kann sie sich den Luxus von nationalen Eigenschaften nur dann leisten, wenn sie Vorteile bringen. Die heutige Wirtschaft, welche es offensichtlich verlernt hat, mittel- oder langfristig zu denken, ist viel zu schnell bereit, um des raschen Profites wegen, eigene Werte aufs Spiel zu setzen. Die Wirtschaft ist in dieser Diskussion um die eigene nationale Identität per Definition ein schlechter Ratgeber.
Der Mut zur eigenen Identität und Eigenart hat auch seinen Preis. Man kann nicht allen gefallen. Wer nicht jeden Blödsinn mitmacht, steht noch lange nicht abseits, er muss nur so viel Rückgrat haben, seine Position auch zu begründen und zu verteidigen.

05 März 2009

Sprache



Die Sprache dient zur Kommunikation. Es versteht sich von selbst, dass diese nur funktionieren kann, wenn jeder die gleichen Regeln und Ausdrucksweise anwendet.
Die Sprache kann aber auch ein Statussymbol sein. Jeder kennt das aus England, wo man jemanden gleich aufgrund seiner Sprache in eine soziale Klasse zuordnen kann. In Frankreich und Deutschland gibt die Sprache Auskunft über die regionale Herkunft, oder den akademischen Bildungsgrad.

Leider dient die Sprache in letzter Zeit auch zur Abgrenzung. Wer sich in Internetforen tummelt, hat das schon erlebt. Da wird Sprache praktiziert, voll krass und mega geil, voll unverständlich. Kommunikation ist da schwierig geworden. Hauptsache, man ist cool. Altmodisch ausgedrückt: saublöd.

26 Februar 2009

Piraten


In letzter Zeit kann man viel lesen über somalische Piraten, welche durch die Kaperung von Schiffen Lösegeldforderung erpressen. Alle sind sich einig, dass man solches Tun nicht akzeptieren kann. Doch es gibt Piraten, welche genau gleich handeln, jedoch nicht verurteilt werden. Wenn jüdische Organisationen von Schweizer Banken mit fadenscheinigen Behauptungen Geld erpressen, wenn Amerika mit unbelegten Behauptungen ein ölreiches Land besetzt, weil es die USA anscheinend bedrohte, wenn Anlageberater die Dummheit ihrer Kunden ausnutzen, um zu Geldern zu kommen, dann sind das Piratenakte.
Die USA, als selbst ernannter Wächter über die Weltordnung, haben während Jahren ihre Defizite durch andere Länder finanzieren lassen. Selbst schuld könnte man sagen für die armen Dummen. Sie hätten es wissen müssen, sind jedoch auf die Versprechungen von hohen Gewinnen hereingefallen. Als ganz spezielle Verhöhnung des Betrogenen müssen jedoch all die Klagen empfunden werden, mit denen ausländische Geldinstitute, welche bereits mit ihren USA-Geschäften erhebliche Verluste einfahren mussten, noch zusätzlich zur Kasse gebeten werden sollen.
Jedes Mal, wenn der Stärkere die Schwäche eines anderen ausnutzt, dann benimmt er sich wie ein Pirat.

05 Februar 2009

Holocaust Lüge

Absolute Wahrheit gibt es in der Geschichtsschreibung nicht. Die geschilderten Ereignisse werden immer gefiltert durch die Brille des Autors, der Epoche, in der sie geschrieben werden, oder der Interessen, welchen sie dienen soll.
Vom Holocaust begann man erst in den achtziger Jahren zu sprechen, auch der Begriff wurde früher nicht verwendet. Im Bericht von Churchill über den 2.Weltkrieg steht kein Wort über die Judenfrage. Offenbar war diese Frage in diesem Krieg kein ausschlaggebendes Thema.

Heute allerdings wird das ganz anders dargestellt. Keine Woche, in der nicht über einen Fernsehsender ein Film über das Leid der Juden ausgestrahlt wird, keine Diskussion über die Nazis und den 2.Weltkrieg, ohne dass der Holocaust als zentrale Frage dargestellt wird. Es gibt eine offizielle Lesart der Geschichte und alle anderen Meinungen werden sogar gerichtlich verboten. Meinungsfreiheit und das Recht, etwas Falsches zu glauben ist in dieser Frage gesetzlich untersagt. Das lässt zumindest nachdenklich werden. Ist es nur unser schlechtes Gewissen, oder wird hier Meinungsterror betrieben? Bei all diesem Druck müssen unweigerlich Zweifel entstehen. Die Wahrheit braucht keinen Hammer, um eingetrichtert zu werden.

Sogar der Papst muss sich in diesen Tagen rechtfertigen. Als ob er den jüdischen Kreisen Rechenschaft schuldig wäre. Er hat einen Holocaust-Leugner wieder in die Kirche aufgenommen. Ein Akt der Versöhnung, ganz im Sinne der Lehre Jesu. Muss er deswegen, die Meinungen des wieder Aufgenommenen teilen?

Als ich als Kind meinen Vater fragte, wie es kommen konnte, dass die Deutschen zusahen, wie die Juden von den Nazis behandelt wurden, meinte er, dass die Juden in Deutschland sehr arrogant geworden waren und wohl einiges an Schadenfreude im Spiel war.
Heute sind jüdische Organisationen wieder sehr arrogant geworden. Andere Meinungen, als die ihre werden brutal bekämpft. Da regt sich unweigerlich der Widerstand. Denn zum Holocaust gibt es durchaus Fragen, welche bis heute noch nicht beantwortet wurden.
Woher stammt denn die Zahl von 6.3Mio Getöteten? Wenn die Tötungsmaschine der Nazis so perfekt war, warum gibt es denn in Deutschland noch so viele Juden? Als die Alliierten die Konzentrationslager entdeckten, fanden sie sehr viel ausgemergelte, halb verhungerte Überlebende. Aus welchem Grunde liessen die Nazis diese Leute zuerst monatelang hungern, anstatt sie sofort zu töten? Seit den masslosen Übertreibungen der jüdischen Organisationen im Zusammenhang mit den namenlosen Vermögen in der Schweiz, kann man deren Aussagen wohl kaum mehr vertrauen.

Seit den ungeheuren Ereignissen sind unzählige (falsche) Zeugen aufgetaucht, wie die Mitglieder der Résistance in Frankreich, welche alle etwas abhaben wollten, von der Ausbeutung des schlechten Gewissens. Dieses ist längst zum Geschäft geworden. Anstatt in Würde den Verstorbenen zu gedenken, wird viel Lärm verursacht, bis man nichts mehr davon hören will.

Abschliessend möchte ich hier präzisieren, dass es nicht um die Infragestellung oder der kleinlichen Buchhaltung der masslosen Gräuel des Holocaust geht, jeder Tote war schon einer zu viel. Es geht mir nur um die scham- und pietätlose Ausschlachtung dieser fürchterlichen Ereignisse.

30 Dezember 2008

Vertrauen



Nun erscheinen sie die Bücher von den Experten, welche nicht nur ganz genau wissen, warum die Finanzkrise entstanden ist, sondern auch noch gleich die Rezepte liefern, wie man solche Krisen in Zukunft vermeiden kann. Für Ursula Wyss von der SP liegt es eindeutig an der SVP, welche während Jahren dem Bund die falsche Politik diktiert hatte.

Nicht ganz so einfach machte es sich Jacques Atali. In seinem neusten Buch «La Crise et après» liefert er eine sehr gute Analyse der Gründe, welche zur Krise geführt haben und auch einige sehr interessante historische Parallelen. In seinen Rezepten, wie solche Krisen vermieden werden können, findet man jedoch den Stahlhelm-Sozialismus wieder. Nur ein starker Staat oder eine Weltorganisation nach dem Vorbild Brüssels kann die Auswüchse des Kapitalismus bremsen. Jetzt wo die Staaten Garantien abgeben mussten, sollten sie gleich auch das Management übernehmen.

Man kann so Alles und Jedes lesen für die Gründe der Finanzkrise. Immobilienblase, Überschuldung der privaten amerikanischen Haushalte, die Gier der Manager, deren Boni, Derivate und strukturierte Produkte, die mangelnde staatliche Kontrolle, Migration und Globalisierung – einig sind sich jedoch alle – es fehlt heute das Vertrauen.

Unser ganzes System beruht auf Vertrauen. Früher hiess es, das Kapital eines Geschäftsmanns, sei sein Wort. Heute lässt er zwanzigseitige Verträge unterzeichnen, möglichst so formuliert, dass man nichts mehr versteht, und benutzt das Papier später, um sich seiner Verantwortung zu entziehen. Ja, unsere Gesellschaft ist nicht mehr vertrauenswürdig. Alles beruht nur noch auf Trug und Schein. Seit der Einführung des professionellen Marketings, werden Fassaden angeboten, wie früher die Potemkinschen Dörfer. Wir haben uns längst damit abgefunden, überall hereingelegt zu werden. Denn wir wollen an die trügerischen Versprechungen glauben, da wir selbst nur noch gierig sind, nach noch mehr, noch besser, noch stärker.
Wenn die aktuelle Krise dazu führen kann, dass unsere Gesellschaft wieder auf mehr Authentizität schaut, eingegangene Verantwortung zu respektieren und weniger gierig zu sein, dann könnte diese Krise tatsächlich positive Auswirkungen haben.

19 November 2008

Marcel Ospel

Wenn ich mich schäme Schweizer zu sein, dann geschieht das immer dann, wenn sich die Volksmeinung wieder einmal über ein Opfer hermacht. In der Regel sind es nicht die Schlechten oder die Bösen, sondern die Grossen und Mächtigen, welche missfallen.
Alfred Escher hat heute zwar ein Denkmal vor dem Zürcher Bahnhof. Doch auch er musste erleben, was öffentliche Verfolgung bedeutet. Lucas Mühlemann, Christoph Blocher, Daniel Vasella und Marcel Ospel.

Was bewegt die Schweizer, sich immer auf jene einzuschiessen, deren Köpfe über die Masse hinausragen? Ist es unser Hang zum Mittelmass, oder einfach Eifersucht?
Marcel Ospel hatte viel Ehrgeiz und Visionen. Damit hat er die UBS gross gemacht, hat viel Geld verdient und viel Steuern generiert. Schon beim Swissair-Grounding wurde er von der Volksmeinung verurteilt. Dabei stellte sich später heraus, dass er genau das Gegenteil gemacht hatte, was ihm vorgeworfen wurde.
Marcel Ospel glaubte an die amerikanischen Märkte. Er war beileibe nicht alleine mit seiner Meinung. Seine Visionen waren vom Verwaltungsrat abgesegnet und von vielen kopiert worden. Alle wollten mitverdienen, obwohl man schon lange Zeichen hatte, dass der amerikanische Markt auf wackligen Füssen stand.
Das Kartenhaus ist zusammengebrochen und nun wissen es alle besser. Um der eigenen Verantwortung zu entkommen, braucht es Sündenböcke. Marcel Ospel muss dafür herhalten. Nun soll er seine Boni zurückzahlen. Dabei scheint mir die Forderung reichlich spät zu kommen. Denn Marcel Ospel hat sich nur schon dadurch seine Boni reichlich verdient, als er als Sündenbock hinhalten und all die Häme und den Hass erleiden muss.

Vertrauen

Man hört es überall im Moment, das Vertrauen sei zerstört in unsere Banken. Der Staat müsse helfen, das Vertrauen wieder herzustellen. Kürzlich hatte Beat Kappeler in der NZZ am Sonntag auf sehr explizite Weise erklärt, wie sehr unser Finanzsystem auf Vertrauen beruht. Nur kommt es mir vor, dass uns das Vertrauen schon längst abhanden gekommen ist.
Früher hiess es noch, das Kapital eines Geschäftsmannes sei sein Wort. Heute haben wir nicht zuletzt von amerikanischen Verhältnissen gelernt, für jede Handlung und jedes Geschäft seitenlange Verträge auszuarbeiten.
Jeder kennt sie die Verträge der Mobiltelefon Gesellschaften, welche so geschrieben sind, dass man sie erst dann liesst, wenn es zu spät ist. Kein vernünftiger Mensch würde solche Bedingungen akzeptieren, wenn er sie tatsächlich zur Kenntnis genommen hätte.
Bei Versicherungen hiess es einst, dass das geschenkte Vertrauen eine Verantwortung sei. Damit ist es längst vorbei. Das «Kleingeschriebene» heisst es und man meint, dass die Verträge so geschrieben sind, dass man sie nicht verstehen könne. Die Verantwortung der Versicherungen wird dann auch so wahrgenommen, wie man es ihnen unterstellt. Im Schadenfall muss man heute bei vielen Gesellschaften sehr gut beraten sein, um noch eine Leistung zu bekommen.
Das missbrauchte Vertrauen beginnt wohl mit den Methoden des modernen Marketings. Wer kennt sie nicht die leeren Versprechungen der Werbung, die Verpackungen, welche Inhalte suggerieren, die nicht vorhanden sind. Damit die Werbung glaubhafter wirkt, werden Zeugen, bekannte Leute genommen, oder Herren mit weissen Kitteln und Damen mit langen Beinen. Da muss das Produkt ja gut sein. Neu, Besser - schon Coluche wusste, dass das neue Persil weisser als weiss wäscht. Früher hiesse es, man könne dem Juden nicht trauen, weil er sein Wort nicht halte und weil er nur auf das schnelle Geschäft aus sei. Sind wir in diesem Sinne nicht alle Juden geworden?
Es geht nicht nur um Vertrauen in die Finanzkrise, es geht letztlich um gesellschaftliche Werte, um eine gesellschaftliche Organisation, wo man entscheiden will, ob der Staat mangels Vertrauen in seine Bürger, alles kontrollieren und reglementieren soll, oder ein System, in dem man den Leuten möglichst viele individuelle Freiheiten erlaubt, weil man ihnen vertraut. Letzteres funktioniert jedoch nur, wenn die Leute sich dieser Verantwortung bewusst sind und sich entsprechend benehmen.

Flexibles Rentenalter

Am Freitag, 7. November konnte man die Dogmatiker wieder einmal erleben. Wie immer in der Arena. Spätestens seit den Problemen mit der UBS haben die Steinzeit-Sozialisten wieder Auftrieb. Paul Rechsteiner vertrat zwar eine vertretbare Forderung, doch konnte er es nicht lassen, das mit den Geldern für die UBS zu verteidigen. Offenbar können wir uns nun alles leisten ……
Die Gegenseite argumentierte noch dürftiger. Wenn man vor 60 Jahren so argumentiert hätte, würde es heute keine AHV geben. Zudem konnte man wieder mal erleben, dass unsere Bundesräte und namentlich Herr Couchepin, ihre Dossiers nicht beherrschen. Da behauptete er einfach, dass die Leute, welche Anspruch auf Ergänzungsleistungen hätten, sich schon heute vorzeitig pensionieren lassen können.
Stimmt das Herr Couchepin? Können Sie tatsächlich vertreten, dass man mit 62 heute in Pension gehen kann und dass die Ergänzungsleistungen dann die Reduktion der AHV-Rente übernehmen wird? Solche blödsinnigen Aussagen sind beschämend für einen Bundesrat.
Aber auch Herr Daum sollte etwas vorsichtiger argumentieren, nachdem die Arbeitgeber sich in den letzten Jahren sehr unverantwortlich benommen hatten. Da behauptet der doch glattweg, dass er viele Firmen kennen würde, welche ältere Arbeitnehmer einstellten. Entweder ist das eine Lüge, oder der Mann ist für seinen Posten nicht qualifiziert.
Ganz weggelassen in der Diskussion wurde die Tatsache, dass mit der Möglichkeit einer vorzeitigen Pensionierung ein Transfer der Kosten stattfinden wird. Ausgemusterte ältere Menschen mit bescheidenen Mitteln können damit bereits eine AHV-Rente beziehen, anstatt in die IV entsorgt zu werden, oder schlimmer noch, den entwürdigenden Gang zum Sozialamt unternehmen zu müssen. Die erhöhten Kosten in der AHV können dann in den anderen Sozialversicherungen gespart werden.

08 Oktober 2008

Spekulanten

Jetzt jammern sie, die Spekulanten – online am Fernsehen. Sie sind Opfer der bösen Banken, wurden hineingelegt, beschissen und ruiniert. Fast kommt Schadenfreude auf, sicherlich tun sie mir nicht leid. Sie wussten es immer besser, konnten das Geld besser anlegen und höhere Renditen erzielen. Sie waren renditengeil und der Markt hat ihnen geliefert, was sie sich wünschten.

Anstatt ihre Pensionskassengelder in ihrer Vorsorgeeinrichtung zu belassen, anstatt sich mit Obligationen zu begnügen, wollten sie Aktien, Derivate und andere Sachen, von denen sie nichts verstanden.

Dabei weiss es jedes Kind, dass hohe Renditen immer mit hohen Risiken verbunden sind. Die Manager der börsenkotierten Unternehmen mussten quartalsweise überdurchschnittliche Zuwachsraten präsentieren. Dass dies oft nur auf Kosten der lokalen Produktion möglich war, kümmerte wenige: «Après moi le déluge!» Verdienen wollte man, jetzt und auf Teufel komm raus.
Die Gesetze der Wirtschaft und der Börsen haben sie nun eingeholt und das ist gar nicht so schlimm.

Übrigens! Jedes Kind wusste auch seit 20 Jahren, dass die Amerikaner auf Pump leben und ihren Konsum nur noch mit der Erhöhung ihrer Hypotheken finanzieren konnten. Jene, die in dieses System investierten, mussten davon ausgehen, dass es einmal zusammenbrechen würde. Unterdessen haben sie sehr gefährlich in Saus und Braus gelebt und waren noch stolz darauf, wie clever sie seien……….

11 März 2007

Genozid Prozess in Lausanne

Es ist so eine Sache, wenn Gerichte über Geschichte urteilen müssen. Wir erleben im Moment sehr sonderbare Auswüchse des Missbrauchs von Gerichten. Im Swissair Prozess erlaubt sich die Staatsanwaltschaft, das Management einer Firma beurteilen zu können und die Richter müssen sich mit Zahlen herumschlagen, wo doch jeder weiss, dass Juristen nicht mit Zahlen umgehen können.

Nun wollen also auch Richter zuständig sein über die Geschichtsschreibung. Moralisch ist es sicherlich zu verurteilen, wenn man die Morde der Türken an den Armeniern verleugnet. Aber die Justiz hat ja noch nie den Anspruch erfüllt, im Sinne der Moral oder der Gerechtigkeit tätig zu sein. Sie wendet Recht an, im Sinne des aktuellen Gesetzes. Einmal so, einmal anders, je nach politischen Mehrheiten, immer mit all der überheblichen Arroganz, welcher man in Justiz-Palästen begegnen kann.

Die Waadtländer Justiz ist dafür ein Paradebeispiel. In diesem Kanton kommt noch ein anderes Element zur Rechtsprechung hinzu: der «code de procédure», welcher den Richtern wichtiger zu sein scheint, als die Rechtsprechung selbst. Auch zur Geschichtsschreibung haben Waadtländer Richter ihr ganz eigenes Verständnis: In meinem Scheidungsurteil konnte ich viel über mein Leben erfahren; es hatte zwar nichts mit der gelebten Realität zu tun, aber es diente der Argumentation, als ob von jemand anderem die Rede wäre. Der Spruch, nachdem nirgends so viel gelogen wird, wie in Gerichtssälen, gilt offenbar auch für Richter.

Wir haben Jahrhunderte gebraucht, um uns von dem Meinungsterror der Kirche zu befreien. Gedanken sind frei! Ich darf heute glauben was ich will. Spätestens seit dem Urteil in Lausanne, stimmt das nicht mehr………..


05 Februar 2007

Staatliche Willkür

Die neuen Strafempfehlungen für den Strassenverkehr zeichnen sich durch eine gewissenlose Exploitation derjenigen Täter aus, die diesen Sozialstaat ohnehin massgebend finanzieren. Damit fehlt diesem Bereich des Strafrechts die unabdingbare Eigenschaft eines gesamtgesellschaftlichen Vertrauen schaffenden Instrumentes. Zwei Faktoren prägen diese erneute staatliche Willkür. Erstens erfolgt bei gleichem Delikt eine unterschiedliche Form der staatlichen Reaktion. Abgesehen vom fehlenden Kausalzusammenhang zwischen Delikt einerseits und Einkommen bezw. Vermögen anderseits, findet zugleich eine Abkehr vom Verhältnismässigkeitsprinzip statt. Zweitens wird die Erkenntnis, dass die Härte von Strafen keine abschreckende Wirkung zeigt, fahrlässig ignoriert. Zusätzlich zeigen Studien, dass, besonders innerhalb der Alltagskriminalität, das Strafbedürfnis der Strafjuristen teilweise vehement ausgeprägter ist als dasjenige der Bevölkerung. Was bleibt, ist einzig der grosse Argumentationsnotstand, für dies zusätzlich staatliche Willkür.

07.01.2007 – Leserbrief von Nina Baiker, Zürich in NZZ am Sonntag


25 Oktober 2006

Gewicht

Jedermann weiss, dass überhöhtes Gewicht zu einer grösseren Sterbewahrscheinlichkeit führt.  Dicke Leute sind gefährdet und leiden an allen möglichen Krankheiten.  
Jedermann weiss, dass man mit Statistiken alles beweisen kann.  Zählt man alle aufgeführten Todesursachen zusammen, sterben viel mehr Leute, als es gibt.  Leute mit Übergewicht können nicht in der Zusatzversicherung versichert werden, sie gelten als potenzielle Gefahr und sollen nach neusten Meldungen sogar höhere Prämien bezahlen.   Da es jedoch statistisch belegt ist, dass sie früher sterben, werden sie das Gesundheitswesen und die AHV weniger lang belasten.  Jedermann weiss, dass ältere Menschen am meisten zu den hohen Krankheitskosten beitragen.  Zumindest haben sich die Dicken schon vorher selbst entsorgt.

Wie man sein Gewicht hält, das wissen viele. Es gibt so viele Experten, wie es gute Autofahrer gibt.  Man könnte meinen, dass jeder, der mal Gewicht verloren hat, danach ein Buch mit guten Ratschlägen schreibt.

Ich habe viele solcher Bücher gelesen, und viele Therapien gemacht.  Ich habe in meinem Leben weit über 200kg abgenommen.  Also habe auch ich etwas zu erzählen.  Was mir zuerst auffällt, ist, dass ich meiner Umgebung offenbar als schlechtes Beispiel galt.  Ich bin nur mit körperbewussten Menschen umgeben, welche auf ihre Ernährung achten, Sport treiben und sehr gesund leben.  Wohl auch, weil sie sich so ernsthaft mit sich selbst beschäftigen, sind sie auch dauernd beim Arzt.  Man soll doch alle Symptome ernst nehmen.  Meine Exfrau hatte auf dem Esstisch immer einen Korb mit Medikamenten stehen.  Alleine das Programm der Pilleneinnahme war ein Erlebnis.

Während dieser Zeit, war ich nie im Spital und ausser Grippen nie krank (eine kleine Ausnahme wegen aufgelesener Lamblien).  Ich war einige Male beim Arzt, wegen Unfällen.  Krank war ich nie, obwohl man mir alles Schlimme voraussagte.  Beim Abschluss von Lebensversicherungen musste ich Checks machen lassen, und frustrierte meine Umgebung mit den guten Werten, entgegen aller Voraussagen.

Vor einigen Jahren musste ich hören, dass das stete Zu- und Abnehmen weit gefährlicher sei, als erhöhtes Gewicht.  Ich beschloss dann, die Suche nach einer schlanken Figur aufzugeben und einfach das Gewicht zu halten.  Zu dieser Zeit kam auch eine Pille auf den Markt, welche die Folgen von falscher fettreichen Ernährung etwas milderte.  Von dann an nahm ich Xenical.  Wenn man erfahren muss, wie ungemütlich die Situation wird nach dem Verzehr von einem BigMac, der passt automatisch mehr auf, wenn er isst.

Ich konnte mit Xenical nur wenig abnehmen. Aber ich nahm nicht mehr zu.  Zweimal habe ich es abgesetzt und habe daraufhin schnell zugenommen.  Meine Krankenkasse will das Xenical nur noch dann übernehmen, wenn ich innert 6 Monaten mehr als 10% abnehme.  Die mögen wohl nur die echten Kranken, welche im Spital landen und so richtige Krankheiten haben.
  

21 September 2006

Dummheit

Dummheit ist kein Verbrechen.Doch die Auswirkungen unüberlegten Handelns, können fatal sein. Wir sehen es diese Tage mit den differenzierten Äusserungen des Papstes, welche völlig aus dem Kontext entrissen, falsch interpretiert und weitergegeben werden.
Sogar Bill Clinton hat sich dazu geäussert – und bewies damit seine eigene Dummheit. Er bringt es offenbar fertig, Aussagen, welche er offensichtlich nicht gelesen hat, zu kommentieren und kritisieren. Meine eigene Mutter, welche eigentlich eine gebildete Frau ist, bewies ihre Dummheit, indem sie sich manipulieren liess und überall alles weiter plauderte, was man ihr anvertraute. Damit hat sie Zwietracht gesät und eine Familie zerstört.

19 September 2006

Krankenkassenprämien

Ich bin übergewichtig.  Gemäss Statistik habe ich ein erhöhtes Sterberisiko.  Gut für die AHV – ich werde sie weniger lang belasten.  Schlecht für die Krankenkasse? Nein!  Ich war noch nie im Spital, ganz selten bei einem Arzt und die Krankenkasse musste praktisch noch nie etwas für mich bezahlen.   Meine Umgebung lebt sehr gesund, treibt regelmässig Sport und ernährt sich vorbildlich -  und geht dauernd zum Arzt.  
Gemäss Studien haben Leute, welche regelmässig Sex haben, grössere Abwehrkräfte.  Also sollten Sexmuffel  mehr Prämien bezahlen.
Gemäss Studien sind Leute, welche oft an der Sonne sind, gesünder.  Also für eine günstige Prämie Vorschriften erlassen über das Sonnenbaden.
Wie kann denn gesund leben erfasst werden?  Wenn meine Frau und mein Chef mich dauernd anschreien, und ich davon krank werde – muss ich dann höhere Prämien bezahlen?  Kühe geben offenbar mehr Milch beim Anhören von klassischer Musik. Muss ich höhere Prämien bezahlen, wenn  ich house music höre?

Versicherungen beruhen auf dem Solidaritätsprinzip.  Das ist mit den Branchenzuschlägen bereits beim BVG angekratzt worden und wird letztlich zum Ende dieser Versicherung führen.
Wenn schon Bestrafung,  wäre es wohl besser, ein Bonus- Malus System einzuführen, bei dem jener, welche die Krankenkassen weniger belastet belohnt wird.
  

17 September 2006

Islam

Der Islam hat ein Problem mit der westlichen Welt.  Ein kultureller Konflikt, welcher in der Regel im Namen Allahs oder Mohameds geführt wird. Die Unterschiede dieser beiden Welten können nicht grösser sein. Auf der einen Seite wirtschaftliche Macht, Modernität, freiheitliche politische Verhältnisse, technologischer Fortschritt und eine Gesellschaft, welche auf Konsum, sexuelle Freilebigkeit und Fun beruht.  Auf der anderen Seite mittelalterliche Gesellschaftsstrukturen, Diktaturen, unterdrückte und verarmte Volksmassen – eine Basis für Minderwertigkeitsgefühle und populistische Einflüsterungen.

In Namen von Religionen wurde seit Jahrhunderten Gewalt ausgeübt. Im Namen Allahs und Jesus wurden Menschen gemordet und unterdrückt, Länder verwüstet und ausgeraubt.  Es gibt jedoch wesentliche Unterschiede zwischen Buddhismus, Christentum und Islam.  Weder Siddhartha, noch Jesus haben je Gewalt gepredigt, noch ausgeübt.  Das kann man von Mohamed nicht sagen.  Noch heute predigen die Priester des Islams Gewalt und Hass.  Im Namen Mohameds und Allahs wird weiterhin gemordet, nicht nur Andersgläubige.  Die Terroristen, welche heute unsere westliche Gesellschaft mit Bomben und Terroranschlägen bedrohen, werden alle aus muslimischen Ländern ferngesteuert.  Wir befinden uns heute wieder in einem Krieg. Die westliche, freiheitliche Welt gegen die muslimischen Länder, welche die Unwissenheit ihrer unterdrückten Völker mit falsch interpretierten Koranzitaten aufwiegeln.  Doch alleine diese Feststellung wird dort als Angriff und Beleidigung des Korans verstanden.  Der Papst muss sich entschuldigen, weil er festgestellt hatte, dass Mohamed den Koran mit dem Schwert verbreiten wollte.  Eine absurde Situation.  
Die Misere der muslimischen Völker wurde nicht von uns verursacht, sondern von ihren eigenen Machthabern. Die Gewalt im mittleren Osten geht von den Arabern aus.  Auf feige Art und Weise verstecken sich die Hizbollah hinter den Schutzschildern der Zivilbevölkerung.  Ausser Waffen und terroristischer Ausbildung haben die arabischer Bruderstaaten sehr wenig für die Palästinenser gemacht.  Hätten Hussein, der Libanon, die Saudis und Ägypten tatsächlich den Palästinensern helfen wollen, hätten sie diese nicht während Jahrzehnten in Lagern eingepfercht.